Glossar

BTEX: Leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzol, Toluol, Xylole, Ethylbenzol, Styrol, Cumol).

durchteufen: durchbohren, durchdringen

Eluat: Zur Herstellung eines Eluats wird die zu untersuchende Bodenprobe über einen definierten Zeitraum und unter festgelegten Bedingungen mit einem flüssigen Medium (i.d.R. Wasser) gespült, so dass ein Teil der im Boden enthaltenen Schadstoffe in die flüssige Phase übergeht. Die Menge an gelösten Stoffen wird dann analytisch ermittelt und soll Aufschluss über die Beweglichkeit eines Schadstoffes im Untergrund geben.

eluieren: lösen (auswaschen, ausspülen)

Flurabstand: Der lotrechte Höhenunterschied zwischen einem Punkt der Erdoberfläche und der Grundwasseroberfläche des oberen Grundwasserstockwerks.

Geringfügigkeitsschwellenwert: Konzentration, bei der trotz einer Erhöhung der Stoffgehalte gegenüber regionalen Hintergrundwerten keine relevanten öko-toxischen Wirkungen auftreten.

GOK: Geländeoberkante, Geländeoberfläche

Grundwasser nach DIN 4049: Nach DIN 4049, Teil 1, Hydrologie, ist Grundwasser unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird.

Klastika, klastisch: Bezeichnung für Gesteine (i. d. R. Sedimente) deren Material aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammt

lateral: Seitlich, seitwärts.

LAGA: Länderarbeitsgemeinschaft Abfall

LAWA: Länderarbeitsgemeinschaft Wasser

LHKW: Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe, d.h. Summe der halogenierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffe

Maßnahmenschwellenwerte: Werte, deren Überschreitung in der Regel weitere Maßnahmen, z.B. eine Sicherung oder Sanierung auslösen.

Mächtigkeit bzw. mächtig: Meint die Dicke einer (Boden-) Schicht.

MKW: Mineralölkohlenwasserstoffe

Organoleptisch: Die bei einem verunreinigten Boden mit Augen, Nase und dem Tastsinn der Haut wahrnehmbaren, in der Regel negativen Veränderungen des Bodens betreffend.

PAK: Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe – KW, die aus mehreren aromatischen Ringsystemen aufgebaut und überwiegend schlecht wasserlöslich sind. Die PAK (englisch PAH) sind zum Teil krebserregend.

PAK nach EPA: Sechzehn ausgewählte PAK entsprechend einer Liste der Environmental Protection Agency (US-Amerikanische Umweltbehörde)

persistente Schadstoffe: Schadstoffe, die über lange Zeiträume nur unwesentlich abgebaut werden.

PID bzw. Photoionisationsdetektor: Messgerät [AUER-TOX-METER] zur Bestimmung ausgewählter, leichtflüchtiger Stoffe. Das Gerät verfügt über eine elektrische Gasförderpumpe mit einem Durchfluss von 250 ml/min. Durch die Pumpe wird die Gasprobe in eine Messkammer gebracht, wo die Schadstoffmoleküle durch ultraviolette Strahlung photoionisiert werden. Die Ionen werden in einem elektrischen Feld abgesaugt, der Strom verstärkt und zum konzentrationsproportionalen Messsignal aufbereitet. DAS TOX-METER PID erfasst immer nur die Summe der im Messgas enthaltenen ionisierbaren Stoffe. Das Gerät ist werkseitig auf das Kalibriergas Isobuten justiert.

POK: Pegel- bzw. Messstellenoberkante als Bezugspunkt für die Grundwasser-standsmessung

Prüfwerte: Werte, bei deren Unterschreitung der Gefahrenverdacht in der Regel als ausgeräumt gilt. Bei Überschreitung ist eine weitere Sachverhaltsermittlung geboten.

Pürckhauer-Sondiersonde: Bohrstock von 1000 mm Länge und einem Durchmes­ser von 22 mm zur Gewinnung repräsentativer Bodenproben aus Containern und Haufwerken.

RKS: Rammkernsondierung; Bohrung mit kleinem Durchmesser, hier 50 mm.

Teufe: Bergmannssprachlich Tiefe.

Tracer: Markierungsstoffe (häufig Farbstoffe) hier zur Markierung von Grund- oder Abwasser um Fließgeschwindigkeiten und / oder Fließwege zu ermitteln.

TS: Trockensubstanz.

Vorfluter: Natürliches oder auch künstliches Gewässer (Fluß, See, Kiesgrube), das zufließendem Wasser (z.B. Grundwasser) als Vorflut dient.

Wasserungesättigte Bodenzone: Der Raum zwischen Erdoberfläche und Grundwas­seroberfläche wird, da er nicht gänzlich mit Wasser ausgefüllt ist als wasserun­gesättigte Bodenzone bezeichnet.

Wassergesättigte Bodenzone: Die wassergesättigte Bodenzone entspricht dem Grundwasserkörper.