Grundwasserschaden

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHier trat Trinkwasser aus einer defekten Wasserleitung in den Untergrund ein, gelangte auf diesem Wege in den Domschacht einer unterirdischen Heiz­öltankanlage und trieb das spezifisch leichtere Öl aus. Der stark belastete Boden deutete darauf hin, dass auch der oberste Grundwasserhorizont betroffen sein würde. Tatsächlich trat Ölphase schon unmittelbar nach dem Erreichen der 2Grundwasseroberfläche (Bild links) in die Baugrube ein. In Zusammenarbeit mit dem Versicherer des Wasserversorgers und dem geschädigten Unternehmen führte die UGH die Sofortmaßnahmen, die Ersterkundung und die eingrenzenden Untersuchungen durch, veranlasste die Errichtung eines Grundwassermessstellen netzes, organisierte und begleitete die  Bodensanierung und betreute die Nachsorge durch ein 3Grundwassermonitoring. Neben einer umfangreichen Unterfangung des Gebäudes wurden zwei Berliner Verbaue zur Sicherung benach­barter Grundstücke eingebracht. Das Heizöl hatte zudem die angrenzende Straße komplett unterlaufen, so dass diese geöffnet und sämtliche Versorgungsleitungen gesichert werden mussten bevor der Bodenaushub dort fortgesetzt werden konnte. Während der Hauptbauphase wurde ein mobiler Leichtflüssigkeitsabscheider be­trieben und das Grundwasser durch einen zentralen Ringschacht abgezogen. Insgesamt wurden mehr als 1.200 Tonnen an kontaminiertem Erdreich ausgekoffert. Der Bodenaushub erfolgte in drei Bauphasen von jeweils wenigen Wochen, das Gesamtprojekt inklusive eines längerfristigen Grundwassermonitorings konnte nach weniger als vier Jahren abgeschlossen werden.