Grundwasseruntersuchungen

01_GW_ProbeGrundwasseruntersuchungen sind immer dann erforderlich, wenn wassergefährdende Stoffe Stauwasserhorizonte und Grundwasserleiter erreicht haben. Besteht hier lediglich ein unspezifischer Verdacht und kann man davon ausgehen, dass nur ein Schadenzentrum vorhanden ist, so reicht für eine erste Einschätzung eine Kleinbohrung im Nahbereich des Schadenzentrums aus, in die ein 2-Zoll-Stahlrammfilter bis wenigstens ein, besser mehrere Meter unter die OLYMPUS DIGITAL CAMERAGrundwasseroberfläche eingetrieben wird. Durch das anschließende Abpumpen des Grundwassers wird der Wasserspiegel auch in der Umgebung der Messstelle abgesenkt und hierdurch das potentiell schadstoffbelastete Grundwasser aus dem Schadenbereich in die Messstelle eingelenkt. Sollte anschließend ein positiver Befund auftreten, muss die Grundwasserfließrichtung mittels eines hydrologischen Dreiecks ermittelt werden. Hierzu müssen mindestens zwei weitere Messstellen erstellt, alle drei dann GW-Gleichen 2 Dieburgnivelliert und zeitgleich die jeweiligen Grundwasserstände ermittelt werden, so dass dann anhand dieser Rohdaten die Fließrichtung und somit auch der zentrale Abstrom des Schadenherdes bestimmt werden können. Für die weiteren Untersuchungen im Schadenabstrom empfehlen wir trotz höherer Kosten eine 3-Zoll oder 4-Zoll-Grundwassermessstelle errichten zu lassen. Die 2-Zoll-Messstellen sind hydraulisch meist nicht optimal an das Nebengestein angebunden, wodurch es zu Fehlbestimmungen bei der tatsächlichen Belastung des  Grundwassers kommen kann, die ein Grundwassermonitoring oder eine ggf. notwendig werdende Grundwassersanierung unnötig in die Länge ziehen und entsprechende Mehrkosten verursachen.